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Freitag, 22. Februar 2013
Was wären wir ohne ZDF?
Kaum hatte die ARD in ihrem neuesten Deutschlandtrend der FDP wieder die 5-Prozent-Hürde geschenkt, legte das ZDF mit seinem Politbarometer nach und rückte die öffentlich-rechtliche Weltsicht wieder zurecht: Die FDP bekommt ihre 4 Prozent und dabei bleibt's. Wo kämen wir denn da hin, wenn schwarz-gelb wegen der erfolgreichen Politik der letzten 4 Jahre auch eine zweite Wahl gewinnen würde? Ich persönlich glaube, dass die Zahlen bei der ARD ohnehin nur eine Panne waren. Die waren bestimmt nicht so von der Chefredaktion bestellt und genehmigt worden. Wahrscheinlich ist es ohnehin besser, die Ergebnisse des unabhängigen Instituts Allensbach zu verfolgen, die sich vornehmlich auf eine Zweitstimmenanalyse stützt. Die sind wegen unseres Wahlsystems nämlich viel realistischer und niemand versucht, sich nach eigenem Gusto Mehrheiten zu backen. Da erreichte die FDP vor wenigen Tagen 6 Prozent.
Mittwoch, 20. Februar 2013
Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen
Wenn Frank Schirrmacher,einer der Herausgeber der FAZ, in seinem neuesten Buch schreibt, die Medien seien dabei, sich unseres Alltags zu bemächtigen, hat er wohl nicht ganz Unrecht. Dass sie sich in Teilen der Politik bereits bemächtigt haben, merkt man nahezu jeden Tag. Da geraten Bericht und Meinung pausenlos durcheinander, Nachrecherchen werden nur noch bei Sonnenschein durchgeführt und Meinungsumfragen ohne Rücksicht auf Verluste veröffentlicht. Selbst vor sehr persönlichen Angriffen nach ebenso persönlichem Heranwanzen an Politiker wird ja nicht mehr zurückgeschreckt. Der Politikerberuf gerät in der Öffentlichkeit immer mehr in Generalverdacht, dorthin befördert von Journalisten, die meinen, sie könnten den Job des Regieren eigentlich viel besser als die dafür gewählten Personen. Gerade eben erleben wir wieder ein solches Projekt. Natürlich, es ist Wahljahr. Viele Medientätige sträuben sich mit Händen und Füßen dagegen, dass es Schwarz-Gelb noch einmal schafft. Erfolge werden bewusst klein geredet, oder fallen ganz unter den Tisch. Die Wähler, die gleichzeitig Leser, Radiohörer und Fernsehzuschauer sind, sollen für dumm verkauft werden. Gottseidank gelingt das aber nicht vollständig. Die Medienkonsumenten sind schlauer als man in den Redaktionen manchmal denkt. Wie die FAZ heute berichtet, ist ein Wechsel gar nicht gewünscht. In drei von vier Umfragen liegt die FDP bei 5, ja sogar bei 6 Prozent. Das lässt hoffen, dass dem Einfluss auf die politischen Gemüter doch noch Grenzen gesetzt sind. Für die FDP gilt: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
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